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(500) Days of Summer

Eigentlich klingt die Vorschau von »(500) Days of Summer« eher nach langatmiger Indie-Produktion über »so etwas« wie Liebe. Und obwohl der Trailer im Nachhinein nicht unpassend wirkt, vermittelt er (glücklicherweise) den falschen Eindruck.

Dass »(500) Days of Summer« kein normaler Liebesfilm ist, wird eigentlich schon nach dem einführenden Introtext deutlich, dessen Vorwegnehmung hier aber schon zuviel verraten würde. Die Handlung springt anachronistisch in den 500 Tagen der Beziehung zwischen Tom (Joseph Gordon-Levitt) und Summer (Zooey Deschanel) herum, untermalt von einem exzellenten Soundtrack und in handwerklich schönen Bildern. Tonal schlägt der Film eine interessante Richtung ein, umgeht z.B. Liebeskomödien mit Matthew McConaughey in großem Bogen und nähert sich asymptotisch Filmen wie »Die fabelhafte Welt der Amelie« oder auch »Juno« an. Also weder richtig Mainstream noch wirklich Indie, aber eigentlich genau passend.

Dass neben der interessanten Erzählweise, der schönen Inszenierung und dem guten musikalischen Untermalung auch eine der lustigsten »Nach dem Ersten Mal«-Sequenzen inklusive genialer »Star Wars«-Anspielung vorkommt sei nur am Rande erwähnt. Denn auch so ist »(500) Days of Summer« eine sehr unterhaltsame Beinahe-Liebeskomödie, an der eigentlich jede Zielgruppe gefallen finden sollte.

Überraschend gut – 4,5/5


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