Damit ich Apples iPhone-Antennenproblem richtig verstehe:
Ein Artikel über Technologie vom 27. Juli, noch keine Kommentare
- Seit den Urtagen des iPhones wurden die Empfangsbalken geschönt dargestellt.
- Beim iPhone 4 hatte das zur Folge, dass man mit dem Kurzschluss beider Antennen den Eindruck gewann, der komplette Empfang würde zusammenbrechen.
- Apple behebt das Darstellungsproblem, die Überbrückung des berühmten Spalts führt fortan zum Verlust von nur mehr zwei Balken.
- Apple-Fans verlinken zur Rettung von Steve Jobs’ »Just avoid holding it that way«-Ratschlag euphorisch auf Handbücher anderer Hersteller, in denen darauf verwiesen wird, dass das Abdecken gewisser Bereiche den Empfang einschränken kann1.
- Apple demonstriert auf seiner Webseite wie das feste Umschließen von Konkurrenz-Geräten den Empfang beeinträchtigt. (Update, August 2010: Apple hat Stil bewiesen und die Ablenkungsbeispiele entfernt.)
- Und irgendwie soll das dasselbe sein, wie 90 % Empfangsverlust beim Kurzschluss von außen liegenden Antennen, der noch dazu mit der Miniatur-Variante des Spockgriffs vollzogen werden kann?
Alles richtig?
Das ist zumindest das Bild, das sich mir erschließt. Da aber auch ständig die Rede davon ist, das dieses Problem nicht alle Leute betrifft, bleiben für mich zwei Fragen offen:
- Hat der Kurzschluss in Gegenden mit guter Netzabdeckung überhaupt irgendeine Auswirkung auf den Empfang?
- Oder heißt »betrifft nicht alle« einfach, dass nicht alle den kleinen Finger auf den Trennspalt zwischen den Antennen legen?
- Haben die noch nie ein Handy-Handbuch aufgeschlagen oder fehlt dieser Hinweis beim iPhone gänzlich? ↩